Region der Wege

Mariazellerland – Mürztal

Holztriftanlage Schauberger

Schauberger – Bergschauen

Flussaufwärts eine Kurve vor Krampen an der Fuhrmann-Holzbrücke über die Mürz beginnt der einfach begehbare und gut markierte Themenweg zur Schauberger Holztriftanlage, der auch für Familien mit kleineren Kindern geeignet ist: Ein Wegweiser mit QR-Code leitet die Spaziergänger/innen links am Wohnhaus vorbei auf den Waldweg zwischen Berghang und Fluss. Immer wieder gelangt man zu Aussichtsplätzen mit Blick über das ruhige Wasser zu pittoresken Felsen und Bergen (z.B. zum Schönhaltereck).

Wo am Mürzufer die Infotafeln des Saubermacher-Fischlehrpfads stehen, beginnen die rutschfest angelegten Holzstege. Bald ist der eindrucksvolle Felsdurchgang mit dem Tunnelkino erreicht: In dieser Galerie zeigen 18 wettergeschützte Schautafeln mit LED-Beleuchtung Fotos aus den vergangenen Tagen der Holztrift und sorgen für ein ganz besonderes Erlebnis. Mit einem Tastknopf wird die Beleuchtung aktiviert.

An der Rastbank nach dem Schaustollen kann man noch einmal den Blick auf den Stausee genießen, ehe man umkehrt. Der Weg funktioniert jedoch auch als Rundwanderweg: Über ein paar Serpentinen geht es zur Forststraße, die links Richtung Neuberg führt – zurück geht es am Radweg R5 – oder rechts bis zu einer Abzweigung, von wo ein Steig hinunter nach Krampen verläuft.

Der Alpenverein, die Initiative Miteinander für Neuberg und der Verein Herausforderung Wasser haben den Weg entlang des alten aufgelassenen Schwemmkanals angelegt und diesen auf neue Weise genützt. Sie widmen sich dabei dem Wasser als Lebensraum und erinnern an eine Zeit, als es verstärkt Antrieb regionaler Industrie war.

Seinen Namen verdankt der Weg Viktor Schauberger (1885-1958), der herausfand, wie sich Holz praktisch und kostengünstig auf der Mürz transportieren ließ: 1928/29 wurde nach seinen Plänen jener zwei Kilometer lange Kanal fertiggestellt. Der Erfinder entwickelte mehrere innovative Holzschwemmanlagen; für den Bau letztlich nicht funktionsfähiger Maschinen zur Energieerzeugung kooperierte er allerdings auch mit dem NS-Regime.

Heute kann man Natur und Geschichte im Spiegel des Stausees und der Schaustollen-Bilder sehen.